Union Berlin muss für Schäden in Malmö aufkommen – Fans wünschen sich derartiges Vorgehen auch in der Bundesliga

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Von Eike Wölk

Der 1. FC Union Berlin ist von der UEFA für die Ausschreitungen in der Europa-League-Begegnung gegen den Malmö FF bestraft worden. Während des Spiels wurde in beiden Fanlagern erneut Pyrotechnik abgebrannt und randaliert. Dabei wurde das Stadion der Schweden von Union-Anhängern beschädigt. Derartige Vorfälle häufen sich in letzter Zeit. Es stellt sich die Frage, wie man die Lage zur Zufriedenheit aller Beteiligten verbessern kann. Vor diesem Hintergrund hat FanQ die Fußballfans in Deutschland befragt, ob ähnliche Vergehen auch in der Bundesliga auf diese Art und Weise geahndet werden sollen.

Keine Auswärtsfans im letzten Europa-League-Gruppenspiel

Die Ausschreitungen im Rahmen des Auswärtsspiels bei Malmö FF am Anfang des Monats haben für Union Berlin Konsequenzen. Die Köpenicker müssen eine Geldstrafe in Höhe von 40 000 Euro bezahlen und dürfen keine Auswärtstickets für das letzte Gruppenspiel in Belgien gegen Royale Union Saint-Gilloise anbieten.

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Was war passiert? Beim  Auswärtssieg der Berliner am 06.10.2022 in Malmö haben beide Anhängerschaften Pyros gezündet und auf den Rasen sowie in angrenzende Blöcke geworfen. Besonders die Union-Fans verursachten dabei größere Schäden und haben unter anderem im Gästeblock die Sitze aus den Verankerungen gerissen. Summa summarum muss der Tabellenführer der Bundesliga nun 35 000 Euro wegen der Verwendung von Pyrotechnik und 5 000 Euro für die Beschädigungen am Stadion aufbringen. Außerdem muss sich der Verein innerhalb von 30 Tagen mit den Schweden in Verbindung setzen, um sich auf eine Entschädigung für die zerstörten Sitzplätze zu einigen. Des Weiteren hat sich der Hauptstadtclub auch noch einen Zuschauerausschluss für das letzte Gruppenspiel eingehandelt, eigentlich hätten 750 Fans mitreisen dürfen. Die fehlende Unterstützung in einem möglichen Entscheidungsspiel ist natürlich bitter und trifft neben dem Verein auch die Fans, die ihre Mannschaft einfach nur anfeuern wollen. Dirk Zingler, Präsident von Union Berlin, war nach dem Spiel außer sich: „Das ärgert mich total. Das kennen wir nicht, das machen wir nicht – und hier machen wir es plötzlich. Da bin ich stinksauer drüber.“

Den schwedischen Club hat es dabei noch härter erwischt. Malmö FF muss ganze 74 750 Euro für verschiedene Vergehen bezahlen, davon allein 20 000 Euro für eine „provozierende Nachricht“ der Malmö-Anhänger in Richtung der Köpenicker. Die Zuschauer hatten ein Banner mit der Aufschrift „Berlin ist blau-weiß“ präsentiert, eine klare Anspielung auf Hertha BSC, den Stadtrivalen der ‚Eisernen‘. In diesem Zusammenhang hat FanQ die deutschen Fußballfans befragt, was sie von einem derartigen Schadensausgleich für ähnliche Vergehen in der Bundesliga halten würden. Die Anhänger sind sich dabei größtenteils einig. 79,17% der Umfrageteilnehmer sprechen sich dafür aus, dass die von Gästefans verursachten Schäden auch in der obersten deutschen Spielklasse vom entsprechenden Verein beglichen werden sollten. Lediglich 12,50 % der Umfrageteilnehmer sind hingegen anderer Meinung und finden, dass alles so beibehalten werden sollte, wie es derzeit ist.

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