Löw bereit für neue Aufgabe – Großteil der Fans würde sich über ein Comeback freuen

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Von Eike Wölk

Im Interview mit dem „kicker“ hat Weltmeister-Trainer Joachim Löw angekündigt, nach monatelanger Pause für eine neue Aufgabe bereit zu sein. Sein Engagement beim DFB endete im Sommer letzten Jahres nach dem EM-Aus im Achtelfinale gegen England, 15 Jahre lang hat er die deutsche Auswahl trainiert. Gleichzeitig kritisierte der 62-Jährige aber auch den deutschen Fußball. Seiner Meinung nach werde zu oft gemeckert und sich zu häufig fallen gelassen. Vor diesem Hintergrund hat FanQ die deutschen Fußballfans zu Löws jüngsten Aussagen befragt.

Ex-Bundestrainer kritisiert Umgang mit den Bundesliga-Referees

Der ehemalige Bundestrainer Joachim Löw zeigt Interesse an einer Rückkehr ins Fußballgeschäft. Nach einer längeren Pause hat er mittlerweile wieder Lust darauf. „Ich habe schon die Intention, wieder eine Aufgabe im Fußball zu übernehmen. Dazu ist der Spaß an diesem Sport zu groß. Ich spüre wieder eine Motivation, wenn ich jetzt Fußball sehe – ein paar Monate war das nicht der Fall“, verkündete der Ex-Coach der DFB-Elf im Gespräch mit dem „kicker“. Die „Sport Bild“ berichtete vor Kurzem, dass der VfB Stuttgart dem 62-Jährigen eine Berater-Position angeboten habe. Diese Offerte seines ehemaligen Arbeitgebers hat der Schwabe jedoch abgelehnt, da er zunächst die Weltmeisterschaft in Katar als Zuschauer verfolgen will. „Ich möchte eine WM einmal vor Ort als Außenstehender erleben. Deshalb habe ich bisher keinen Job angetreten“, sagte Löw dazu. Danach stünde er jedoch zur Verfügung, solange er das Gefühl habe, dass eine Aufgabe ihn reizen würde.

FanQ hat die Fußballfans in Deutschland deshalb befragt, ob sie sich über eine Rückkehr Löws in den Fußballalltag freuen würden. 57,14 % der an der Umfrage teilnehmenden Personen würde es begrüßen, wenn der ehemalige Bundestrainer wieder eine Aufgabe im Fußballgeschäft übernehmen würde. 31,25 % der Befragten vermissen den 62-Jährigen hingegen nicht so sehr.

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Löw unterstrich zudem, wie begeistert er von der Premier League sei und verglich den englischen Fußball mit dem der Bundesliga. Dabei bemängelte er die Spielweise der Profis in Deutschland. Es werde sich viel zu viel fallen gelassen. Außerdem würden die Entscheidungen der Schiedsrichter zu selten respektiert. Er sehe „im europäischen Vergleich in England einen ehrlichen Fußball, einen schnellen, harten, aber anständigen Fußball. Ich sehe bei den Spielern immer die Intention, dass sie auf den Beinen bleiben. In Deutschland sehe ich Spieler, die bei jedem Körperkontakt fallen und Schiedsrichterentscheidungen nicht akzeptieren […]“, meinte der 62-Jährige. Löws Kritik bezog sich dabei auch auf die Trainer, die sich ständig beim Vierten Offiziellen beschweren. Die Hoheit des Schiedsrichters sollte immer respektiert werden. Als Coach müsse man auf das Spiel achten, „Permanent über Entscheidungen herzufallen ist – bei aller Emotion – definitiv der falsche Weg und nicht der Sinn des Spiels. […]“, mahnte der ehemalige Übungsleiter der DFB-Auswahl.

Aus diesem Grund hat FanQ die Fußballfans in Deutschland befragt, ob in der Bundesliga tatsächlich zu viel über die Entscheidungen der Unparteiischen diskutiert wird. Über zwei Drittel (68,04 %) der Anhänger stimmen Löw in dieser Hinsicht zu und finden, dass sich Spieler und Trainer zu oft bei den Referees beschweren. Nur in etwa jeder fünfte (20,62 %) Befragte teilt die Einschätzung des ehemaligen Bundestrainers nicht.

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