FCB schließt prominente Winterneuzugänge aus – Fans halten Entscheidung für richtig

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Hasan Salihamidzic, der Sportvorstand des FC Bayern München, schloss kürzlich nennenswerte Wintertransfers aus und verwies dabei auf den derzeitigen Kader des Rekordmeisters. Damit führen die Bayern ihre Politik der vergangenen Jahre fort. Der letzte größere Wintereinkauf war Alphonso Davies, der im Januar 2019 an die Isar wechselte. FanQ hat die deutschen Fußballfans deshalb befragt, ob sie den Verzicht auf prominente Winterneuzugänge für die richtige Entscheidung halten.

87,63 % der Anhänger würden mit Choupo-Moting verlängern

„Wir haben in diesem Transfersommer viel gemacht. Ich denke, dass wir für die Saison sehr gut gerüstet sind“, beantwortete FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic die Frage nach potenziellen Wintertransfers im Interview mit dem TV-Sender „Bild“.

Schon in den letzten beiden Jahren holten die Verantwortlichen des amtierenden Deutschen Meisters keinen einzigen Neuzugang an die Säbener Straße. 2020 wurde mit Álvaro Odriozola ein Back-Up für die Außenverteidigerposition ausgeliehen. Der letzte größere Einkauf war Alphonso Davies, der im Januar 2019 für 10 Millionen Euro von den Vancouver Whitecaps in die bayerische Landeshauptstadt gelotst wurde. Allerdings war auch die Verpflichtung des Kanadiers nicht als Soforthilfe, sondern als Zukunftsinvestition angedacht. Der heute 21-Jährige brauchte allerdings nur ein halbes Jahr Eingewöhnungszeit und war anschließend in der Triple-Saison 2019/20 eine feste Größe im Team von Hansi Flick.

Der teuerste Wintertransfer datiert aus dem Januar 2011, als die Bayern für die Dienste von Luiz Gustavo 17 Millionen Euro an die TSG Hoffenheim überwiesen. Insgesamt investierten die FCB-Bosse im Januar erst sechsmal eine Millionensumme.

Im vergangenen Sommer nahmen die Münchener insgesamt 137,5 Millionen Euro in die Hand. So wurden Matthijs de Ligt (Juventus Turin, 67 Millionen Euro*), Sadio Mané (FC Liverpool, 32 Millionen Euro), Mathys Tel (Stade Rennes, 20 Millionen Euro), Ryan Gravenberch (Ajax Amsterdam, 18,5 Millionen Euro) und Noussair Mazraoui (Ajax Amsterdam, ablösefrei) verpflichtet. Den Ausgaben stehen Einnahmen in Höhe von 104,1 Millionen Euro gegenüber. Unter anderem wurden durch die Verkäufe von Robert Lewandowski (FC Barcelona, 45 Millionen Euro), Tanguy Nianzou (FC Sevilla, 16 Millionen Euro), Chris Richards (Crystal Palace, 12 Millionen Euro) und Marc Roca (Leeds United, 12 Millionen Euro) Transfererlöse im zweistelligen Millionenbereich erzielt.

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Lange wurde darüber diskutiert, dass der FC Bayern auf der Position des Mittelstürmers nicht gut genug besetzt sei. Seitdem Eric Maxim Choupo-Moting von seiner Verletzungspause zurückgehehrt, ist, sind diese Stimmen allerdings weitgehend verstummt. Angesichts seiner Leistungen in den letzten Partien ist das auch kein Wunder (FanQ berichtete). Der Kameruner erzielte in den letzten drei Pflichtspielen vier Treffer und bereitete zwei weitere Tore vor. Damit kommt er auf durchschnittlich zwei Torbeteiligungen in den letzten drei Begegnungen. Laut Salihamidzic steht nun sogar eine Verlängerung des bis Juli 2023 datierten Arbeitspapiers des 33-Jährigen im Raum.

„Er hat sich wirklich sehr gut zurückgemeldet nach verschiedenen Ausfällen“, gab der FCB-Sportvorstand im Hinblick auf diese Personalie zu Protokoll. „Es freut mich sehr, weil das ein Spieler ist, der mit seinem Charakter sehr gut in unsere Mannschaft passt“, so der 45-Jährige weiter. Salihamidzic lässt sich in der Zukunftsfrage des Kameruners Zeit. „Wir freuen uns natürlich, dass er so in Form ist. Lassen wir den Choupo spielen und dann zu gegebener Zeit werden wir darüber reden“, kündigte der Sportvorstand des Rekordmeisters an.

Vor diesem Hintergrund hat FanQ die Fußballfans in Deutschland befragt, ob sie mit dem Stürmer verlängern würden. 87,63 % der an der Umfrage teilnehmenden Personen gaben dabei an, dass sie Eric Maxim Choupo-Moting ein neues Vertragsdokument vorlegen würden. 8,25 % der Befragten würden den Kontrakt des 33-Jährigen hingegen auslaufen lassen und sich nach Alternativen umsehen.

Wegen der guten Leistungen des Kameruners sind die von den Medien ins Spiel gebrachten Verpflichtungen von Gladbachs Marcus Thuram oder Tottenhams Harry Kane zumindest im anstehenden Wintertransferfenster auch kein Thema. „Harry ist ein Top-Spieler in der Welt, aber wir reden nicht über andere Spieler, die bei anderen Clubs unter Vertrag stehen“, äußerte sich Salihamidzic zum englischen Nationalspieler. „Wir haben eine Offensive, die in Europa mithalten oder die Beste sein kann. Wir haben verschiedene Spieler. Wir haben versucht, die Offensive so zusammenzustellen, dass der Trainer viele Möglichkeiten hat“, fuhr er fort.

FanQ hat die deutschen Fußballfans in diesem Zusammenhang befragt, ob sie es für die richtige Entscheidung halten, dass der Champions-League-Sieger von 2020 keine Wintereinkäufe plant. Über die Hälfte (57,89 %) der Umfrageteilnehmer vertritt dabei die Ansicht, dass die FCB-Bosse in dieser Sache richtig handeln. 30,53 % der Befragten würden Salihamidzic und Co. hingegen raten, sich bereits im Januar mit potenziellen Neuzugängen zu beschäftigen.

 

*alle Ablösesummen nach „transfermarkt.de“

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