FanQ-Umfrage: Hertha BSC als klarer Favorit – Fans blicken mit großer Vorfreude auf neue Zweitliga-Saison

Köln. Mit großer Vorfreude blicken die Fußballfans in Deutschland auf den Start der Zweitliga-Saison 2025/26. Am Freitag, den 1. August, eröffnet der FC Schalke 04 mit einem Heimspiel gegen Hertha BSC die 52. Spielzeit des deutschen Unterhauses. Aus diesem Grund hat FanQ über 7.000 Fußballbegeisterte befragt, wie groß ihre Vorfreude auf den Wettbewerb ist, wer die besten Titelchancen hat, welches Team um den Klassenerhalt zittern muss und welcher Club sich am besten verstärkt hat.

Anhänger im Zweitliga-Fieber: Großes Interesse und hohe Erwartungen

Die Begeisterung für die zweite Spielklasse ist ungebrochen hoch. Im Schnitt bewerten die Umfrageteilnehmer ihre Vorfreude mit 4,2 von fünf möglichen Sternen, wobei mehr als die Hälfte (54,6 %) der Fans sogar die Höchstwertung vergibt. Dabei planen insgesamt 60,5 Prozent, zumindest eine Partie pro Spieltag live zu verfolgen – ein klares Indiz für die Strahlkraft der Liga.

Diese hohe Erwartungshaltung spiegelt sich auch in der Einschätzung der Liga-Qualität wider: Knapp drei Viertel der Anhänger (73,5 %) attestieren der 2. Bundesliga eine etwas (19,3 %) oder sogar deutlich höhere Spannung (54,2 %) als der Bundesliga, weitere 16,1 Prozent sehen die zweithöchste deutsche Spielklasse zumindest auf einem ähnlichen Niveau. Dass das deutsche Fußball-Unterhaus als beste zweite Liga Europas gilt, bestätigen beeindruckende 64,7 Prozent voll und ganz.

Doch nicht nur die sportliche Qualität überzeugt die Fans – auch das emotionale Umfeld spielt eine entscheidende Rolle. Gefragt nach dem Stadion mit der besten Atmosphäre in der Liga, landet die Veltins-Arena des FC Schalke 04 mit deutlichem Abstand auf Platz eins (40,7 %). Auf den Plätzen zwei und drei folgen das Olympiastadion in Berlin mit 20,2 Prozent sowie das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern mit 18,2 Prozent der Stimmen – allesamt Traditionsarenen, die in dieser Saison erneut große Kulissen und ein imposantes Stadionambiente versprechen.

Hertha BSC weckt große Erwartungen, Schalke spaltet die Gemüter

Von der allgemeinen Begeisterung zu den konkreten Titelkandidaten: Wenn es um die Aufstiegskandidaten geht, ist aus Sicht der Anhänger vor allem ein Team gesetzt: Hertha BSC Berlin. 45,7 Prozent der Befragten halten den Kader des Hauptstadtclubs für den am stärksten besetzten der 2. Bundesliga. Auch die Erwartungshaltung im Aufstiegsrennen ist deutlich: Insgesamt 60,2 Prozent der Fußballinteressierten trauen der Alte Dame zu, die Saison auf einem der ersten drei Ränge abzuschließen. Dahinter folgen die Mannschaften von Fortuna Düsseldorf (53,5 %) und Absteiger VfL Bochum (36,0 %) im Ranking der größten Aufstiegsfavoriten.

Weniger Zutrauen erhalten hingegen andere prominente Namen: Überraschend schwach fällt das Vertrauen in Holstein Kiel aus. Trotz des kürzlichen Abstiegs aus dem Oberhaus sehen nur 16,4 % der Votierenden die Norddeutschen auf einem Aufstiegsplatz. Damit liegen die Störche auch hinter dem 1. FC Kaiserslautern (29,7 %) und dem FC Schalke 04 (21,1 %). Dazu passt auch die Einordnung der Aufstiegswahrscheinlichkeit der Elf von Trainer Marcel Rapp durch die Umfrageteilnehmer. So vergeben diese hierfür durchschnittlich lediglich 2,3 von fünf möglichen Sternen.

Während die Aufstiegsplätze heiß umkämpft scheinen, zeichnet sich am Tabellenende ein klareres Bild ab: Insgesamt 76,4 Prozent der Fans gehen davon aus, dass Preußen Münster am Saisonende den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten muss. Auch Eintracht Braunschweig (47,4 %) und Dynamo Dresden (43,9 %) stehen in der Einschätzung der Anhänger unter besonderer Beobachtung. Des Weiteren prognostizieren die Abstimmenden, dass sich auch die SV Elversberg (29,4 %), die erst vor wenigen Wochen denkbar knapp in der Relegation um den Bundesligaaufstieg gescheitert ist, sowie die SpVgg Greuther Fürth (24,1 %) in der nächsten Spielzeit im Abstiegskampf wiederfinden werden.

Diese Prognosen decken sich weitgehend mit der Bewertung der Kaderqualität: In den Augen der Fußballbegeisterten haben die Münsteraner (29,6 %), Dynamo Dresden (16,2 %), Eintracht Braunschweig (13,5 %), die SV Elversberg (11,2 %) sowie Greuther Fürth (7,0 %) die schwächsten Teams der Liga.

Eine positive Ausnahme unter den Aufsteigern bildet hingegen Arminia Bielefeld: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Pokalfinalist aus der Vorsaison und Aufsteiger aus der 3. Liga in der kommenden Spielzeit die Klasse hält, wird mit einem Durchschnittswert von 3,3 Sternen verhältnismäßig optimistisch eingeschätzt. Lediglich jeder Fünfte (20,8 %) tippt die Ostwestfalen auf einen Abstiegsplatz.

Besonders interessant wird der Blick auf die drei großen Traditionsvereine der Liga. Der FC Schalke 04, der 1. FC Kaiserslautern und Hertha BSC Berlin bringen nicht nur atmosphärisch alles mit, was das Fan-Herz begehrt – auch sportlich werden sie völlig unterschiedlich eingeschätzt.

Bei Schalke 04 gehen die Meinungen besonders weit auseinander: Zwar trauen 13,8 Prozent den Knappen den Wiederaufstieg zu, doch die Mehrheit sieht sie eher im Mittelfeld – 35,7 Prozent erwarten eine Platzierung zwischen Rang 7 und 9, weitere 22,2 Prozent sogar noch einen Tick tiefer. Entsprechend gespalten sind die Prognosen: Fast jeder Fünfte (19,1 %) hält die Gelsenkirchener für die mögliche Überraschung der anstehenden Saison, zugleich sieht mehr als ein Drittel der Votierenden (34,6 %) im Traditionsclub den potenziell größten Kandidaten für eine Enttäuschung.

Deutlich einheitlicher fällt die Einschätzung von Kaiserslautern aus: 25,1 Prozent sehen Chancen auf den Aufstieg, während zwei Drittel der Fußballinteressierten (66,0 %) ein solides Abschneiden im oberen (44,2%) oder gesicherten Mittelfeld (21,8 %) vorhersagt. Überraschungs- oder Enttäuschungspotenzial wird den Pfälzern hingegen kaum zugesprochen, was insgesamt für eine solide Spielzeit mit langfristigen Bundesliga-Ambitionen spricht.

Am klarsten sind die Erwartungen jedoch bei Hertha BSC: Die Alte Dame wird nicht nur bei den Fragen nach dem stärksten Kader oder den größten Aufstiegsaspiranten sehr häufig genannt, auch der individuelle Blick bestätigt diesen Eindruck. Fast zwei Drittel (65,2 %) gehen von einer Endplatzierung in den Top-3 aus und lediglich 5,9 Prozent der Befragten erwarten, dass der Hauptstadtclub die Saison in der unteren Tabellenhälfte beendet. Gleichwohl wird Hertha BSC von fast jedem Zehnten (9,9 %) als mögliche Enttäuschung der kommenden Spielzeit gehandelt – ein weiterer Beleg für den Druck, der auf dem Topfavoriten lastet.

Die hohen Erwartungen an Hertha spiegeln sich auch auf individueller Ebene wider: Hertha-Kapitän Fabian Reese ist für mehr als jeden dritten Anhänger (33,9 %) der aussichtsreichste Kandidat auf die Torjägerkanone. Hinter ihm folgt Teamkollege Dawid Kownacki (15,7%) und Kenan Karaman vom FC Schalke 04 (9,9 %). Außenseiterchancen werden zudem Martijn Kaars vom 1. FC Magdeburg (4,8 %) und Semir Telalović vom 1. FC Nürnberg (3,1 %) zugeschrieben.

Noch deutlicher wird die Ausnahmestellung Reeses beim Blick auf den potenziell besten Spieler der anstehenden Saison. Über die Hälfte der Fußballinteressierten (50,9 %) sieht den Offensivakteur ganz vorne. Der ebenfalls bereits genannte Karaman (9,9 %) und Hertha-Neuzugang Maurice Krattenmacher (5,2 %) komplettieren das Podest, folgen allerdings mit weitem Abstand.

Unterm Strich scheint die Vorfreude der Fans berechtigt zu sein: Die 2. Bundesliga hat sich als eigenständige Marke etabliert, die viele sogar spannender finden als das Oberhaus. Mit Hertha als klarem Favoriten, Schalke als unberechenbarem Traditionsverein und einer breiten Palette an Auf- und Abstiegskandidaten verspricht die neue Saison genau jene Dramatik, die das deutsche Fußball-Unterhaus so besonders macht. Der Auftakt zwischen den Königsblauen und der Alten Dame am 1. August könnte dabei bereits den Ton für eine denkwürdige Spielzeit setzen.

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