Eberl bemängelt fehlende Rpckendeckung von Ex-Club Gladbach – Fans sind geteilter Meinung

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Max Eberl freut sich nach seinem Abschied von Borussia Mönchengladbach am Anfang des Jahres auf seine neue Aufgabe bei RB Leipzig, Die Entscheidung, künftig bei den Sachsen die sportlichen Geschicke zu leiten, sorgte gerade bei den Anhängern seines Ex-Clubs für vehemente Kritik. Im Interview mit der „Welt am Sonntag“ äußerte der Ex-Profi kürzlich sein Unverständnis darüber, dass die Verantwortlichen der ‚Fohlen‘ nicht auf die zum Teil sehr persönlichen Anschuldigungen reagiert haben. FanQ hat die Fußballfans in Deutschland in diesem Zusammenhang befragt, ob sie Eberls Äußerungen nachvollziehen können.

Wechsel zu RB sorgt für Kritik aus der Fanszene

„Natürlich war diese Debatte in meinen Gedanken ein Thema“, am Ende aber „gibt es nur einen, dem du wirklich Rechenschaft ablegen musst, und das bist du selbst. Und ich habe einfach Bock, für Leipzig zu arbeiten“, sagte Max Eberl, der designierte Geschäftsführer Sport des DFB-Pokalsiegers, im Interview mit der „Welt am Sonntag“ angesprochen auf die Kritik aus dem Fanlager seines ehemaligen Arbeitgebers Borussia Mönchengladbach.

Der ehemalige Bundesliga-Profi tritt seinen neuen Job als Sportchef der Sachsen offiziell am 15. Dezember an. Von all den kritischen Stimmen hat ihn der Brief eines Gladbacher Fanprojekts am härtesten getroffen. „Die darin geäußerte Enttäuschen darüber, dass ich zu RB gehe, verstehe ich. Aber nicht, dass mir Lügen und Theaterspiel vorgeworfen wird“, monierte der 49-Jährige dabei. Darüber hinaus habe ihn die Tatsache, „dass der Club so etwas nicht umgehend zurückweist“, enttäuscht, gestand der ehemalige sportliche Leiter der Borussen.

In Gladbach wüssten sie, „wie es mir gegangen ist und wie oft ich in Gesprächen geweint und gesagt habe, dass ich nicht mehr kann. Deshalb enttäuschte es mich sehr, dass Menschen, mit denen ich 23 Jahre lang fast täglich zusammengearbeitet habe, mir nicht glauben. Das kann ich nicht verstehen“, fuhr der Ex-Profi mit seiner Kritik am ehemaligen Arbeitgeber fort.

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Die Hauptursache für seinen Abschied sieht der 49-Jährige in der Intensität seiner 23-jährigen Arbeit bei den ‚Fohlen‘. Er habe ohne Pause gearbeitet, sodass auch das Private gelitten habe. Vor dreieinhalb Jahren sei deshalb nach knapp 25 Jahren seine Ehe zerbrochen. „Wir Fußballer neigen aufgrund des dichten Zeitplans dazu, Dige schnell abzuhaken, aber irgendwann wird der Berg immer größer mit all dem, was sich so angehäuft hat“, beschrieb er seine Gefühlslage. Am Ende habe er sich „in einer Sackgasse“ befunden.

Die Auszeit habe Eberl vor allem genutzt, um sich intensiv mit sich selbst zu beschäftigen. Dazu habe er auch professionelle Hilfe in Anspruch genommen: „Ich habe mir Fragen stellen lassen und mich auf sie eingelassen. Das war aufschlussreich, aber auch sehr schmerzhaft und hart. Ich war mit mir beschäftigt und kann offen sagen: Ich habe auch viel geweint. Inzwischen bin ich an einem Punkt, an dem ich Dinge viel bewusster mache“, meinte er abschließend.

FanQ hat die deutschen Fußballfans in diesem Kontext befragt, ob sie die Kritik des künftigen Leipziger Sportgeschäftsführers verstehen können. Die Anhänger sind diesbezüglich geteilter Meinung. So können nur 36,84 % der an der Umfrage teilnehmenden Personen die Äußerungen Eberl gänzlich nachvollziehen. 42,11 % der Befragten geben hingegen an, die harten Worte des 49-Jährigen gegen seinen Ex-Club nicht verstehen zu können, was mitunter auch damit zusammenhängen dürfte, dass Eberl nach 23 Jahren bei einem Traditionsverein wie Borussia Mönchengladbach nun beim von weiten Teilen der Anhängerschaft unbeliebten und als Marketingkonstrukt abgetanen Konkurrenten aus Leipzig anheuert.

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