88,0 % der Fans halten die Bundesliga für spannender als im Vorjahr

Mehrheit der Befragten sieht Union Berlin aber nicht als ernsthaften Meisterschaftskandidaten – und möchte Füllkrug bei der WM sehen

Köln. Fünf Trainerentlassungen, ein 29-Jähriger, der sich wegen seiner Tore berechtigte Hoffnungen auf ein Nationalmannschaftsdebüt während der WM machen darf und einige positive – sowie negative – Überraschungsteams, von denen eines derzeit sogar an der Tabellenspitze steht: Die aktuelle Bundesligasaison hat schon für so manche Geschichte gesorgt und doch ist die Winterpause bereits wieder absehbar. FanQ hat deshalb im Auftrag des SID über 1200 Fußballfans zu verschiedenen Themen rund um die aktuelle Saison befragt und eine erste Zwischenbilanz gezogen.

Die Fußballfans in Deutschland sehen in diesem Jahr eine spannende Bundesliga. Fast drei Viertel (73,3 %) der Umfrageteilnehmer stimmen dabei für „spannend“ (40,3 %) oder „sehr spannend“ (33,0). So ist es – auch in Anbetracht der aktuellen Tabellenkonstellation – wenig verwunderlich, dass 88,0 % der Befragten die Saison 2022/23 etwas (41,6 %) oder sogar viel spannender (46,4 %) bewerten als noch die letzte Spielzeit, in der der FC Bayern München mit acht Zählern Vorsprung die zehnte Meisterschaft in Folge feierte.

Die aktuelle Saison zeichnet hingegen ein etwas anderes Bild. So wird die Tabelle nach zehn Spieltagen nicht vom Serientitelträger aus dem Süden der Republik, sondern von der Überraschungsmannschaft Union Berlin angeführt. Trotz der vier Punkte Vorsprung, die die Mannschaft von Trainer Urs Fischer derzeit auf den Rekordmeister haben, trauen fast sieben von zehn (69,8 %) Befragten es dem Hauptstadtclub nicht zu, bis zum Schluss, um den Titel mitzuspielen. Lediglich 28,6 % der Umfrageteilnehmer halten die Eisernen für einen ernsthaften Titelaspiranten. Nach dem guten Start in die neue Spielzeit hält mehr als jeder Fünfte (20,5 %) den SC Freiburg für einen Anwärter auf die Champions-League-Plätze. 60,5 % der Befragten denken wiederum, dass die Breisgauer am Saisonende auf einem EuropaLeague-Platz landen werden, während 10,7 % der Umfrageteilnehmer den SC Freiburg im nächsten Jahr in der Conference League sehen.

Für Borussia Dortmund lief die Saison bislang noch nicht wie geplant. 16 Punkte aus den ersten zehn Partien bedeuten derzeit lediglich Rang acht. Dementsprechend attestieren die Fans dem BVB bis zu diesem Zeitpunkt eine eher durchwachsene Saison. 20,1 % sehen eine „sehr schwache“ Saison der Schwarzgelben, 38,2 % eine „schwache“.

Knapp über die Hälfte (52,8 %) der Anhänger geht sogar so weit und vertritt die Ansicht, dass Edin Terzic nicht der richtige Coach für die Westfalen ist, um Titel zu gewinnen. Nur 32,0 % der Umfrageteilnehmer sind vom Gegenteil überzeugt. Einen Zähler weniger auf dem Konto haben die zehntplatzierten Leipziger, die bereits einen Wechsel auf der Trainerbank vorgenommen und Marco Rose als Nachfolger von Domenico Tedesco, der die Sachsen noch im Vorjahr den DFB-Pokalsieg geführt hatte, präsentiert haben. Im Vergleich zur Terzic-Elf bewerten die Fans die Fans die bisherigen Darbietungen der ‚Roten Bullen‘ unter der Regie ihres neuen Übungsleiters etwas besser. 46,2 % der Teilnehmer stimmten für „mittelmäßige“ Leistungen, 29,5 % der Befragten sogar für „gute“ (23,7 %) oder sehr gute Leistungen (5,8 %).

Auch Leverkusen überrascht negativ.14,1 % der Anhänger glauben, dass die ‚Werkself‘ bis zuletzt in den Abstiegskampf verwickelt sein wird. 60,4 % der Befragten sehen Bayer am Saisonende im gesicherten Mittelfeld, 22,6 % der Umfrageteilnehmer trauen den Rheinländern sogar den Kampf um die EuropaLeague- beziehungsweise Conference-League-Plätze zu. Werder Bremens Angreifer Niclas Füllkrug zählt zu den Senkrechtstartern der Saison. Der 29-Jährige führt die Torjägerliste nach zehn Spieltagen mit acht Treffern an, dazu hat er zwei weitere Tore vorbereitet. Es kommt also nicht von ungefähr, dass der Bremer von vielen als die Lösung für die Sturmproblematik der deutschen Nationalmannschaft angesehen wird. Die klare Mehrheit (59,0 %) der Fans spricht sich daher dafür aus, dass der Offensivspieler dem WM-Kader von Bundestrainer Hansi Flick angehören sollte. 29,7 % der an der Umfrage teilnehmenden Personen sehen das hingegen anders.

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